"... kühne Leidenschaft für alles was Jazz ist."

 

 

ENDERS Trio

 

Johannes Enders (Saxofon, Flöte, Bassklarinette, Effects)
Ed Howard (Bass)
Sebastian Merk (Schlagzeug, Piano)


Eine Zwangspause wegen längerer Krankheit war für Johannes Enders Anlass zu einer Neuorientierung: Frisch auf eine Professur an der Hochschule für Musik in Leipzig berufen, ist der Stilist aus Weilheim, dank seiner vielfältigen eigenen Projekte zwischen klassischem Hardbop und NuJazz (Enders Room) wie als Sideman illustrer Größen, inzwischen international als einer der innovativsten und bedeutendsten unter den deutschen Jazzmusikern der mittleren Generation anerkannt. Das ermutigte ihn dazu, viele Altlasten über Bord zu werfen und sich bewusst auf das zu konzentrieren, was ihm wirklich am Herzen liegt. Dazu hat der Hüne, dessen unverwechselbaren Ton man meist nach wenigen Takten erkennt, ein neues Trio gegründet, mit dem er sich auf eine spannende Reise in bekannte und unbekannte Gebiete des Jazz und der zeitgenössischen Musik begibt. Mit dabei ist der New Yorker Bassist Ed Howard, der schon in den frühen achtziger Jahren an der Seite von Roy Haynes in den Jazz-Olymp einzog. 

 

Pressestimmen

"... Der Tenorsaxofonist, dessen beeindruckende Zwei-Meter-Gestalt die Bühne beim Freiburger Jazzkongress beherrscht, ist einer der bedeutendsten seiner Art im modernen Jazz. Seine spröde Tonbildung auf dem Tenor, oft am Alto orientiert, ist von bestechender Präsenz. Sie prägt das abwechslungsreiche Repertoire aus Eigenkompositionen und Standards. "Softly as in a morning sunrise", die berühmte Musical-Melodie von 1928, wird wie die anderen Standards seziert in Bebop-Muster und frei tonale Chorusse, die der 42-Jährige souverän zu einem eigenen Stil mischt ..."
(Reiner Kobe, Badische Zeitung)

"... gehört der Weilheimer zu den überragenden Konstanten im europäischen Jazz. Er ist, besonders was die Qualität seiner Musik betrifft, eine Art Konditionsgenie ... Enders umspielt die Themen in einer abgeklärt wirkenden, fast reservierten, nur leicht emotionalen Art. Seine Improvisationen kommen verdichteten Monologen nahe, die spannende Geschichten vermitteln, in denen Vergangenheit und Gegenwart glücklich vereint scheinen. Enders findet einen idealen Weg zwischen der Schwere und Gewandtheit des Blues und der flüsternden Zärtlichkeit fast schon sibyllinischer Momentaufnahmen. Das wird allein schon an der Wahl seiner Instrumente deutlich. Denn ob er zum erdenen Tenor greift, zum beißenden Sopran oder auf der Flöte eine sinnliche Ballade anstimmt, immer besticht er durch seine gruppendynamische Sensibilität, seine die Musik dominierende Selbstkontrolle und seine kühne Leidenschaft für alles was Jazz ist ..."
(Jörg Konrad, Süddeutsche Zeitung)

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